Kulturkirche Hüffenhardt im Wandel der Jahre
Hüffenhardt war mit seinen ca. 1.100 Einwohnern eine fast evangelische Gemeinde, dazugehörte die Kirche, die auf das Jahr 1738 zurückgeht.
Während des 2. Weltkrieges wurden etwa 150 Personen als Evakuierte aus den bombengechädigten Städten, darunter Kinder, in Hüffenhardt aufgenommen. Der Krieg selbst erreichte Hüffenhardt am Ostersonntag, dem 01.04.1945. Amerikanische Truppen, die von Wollenberg aus vorrückten, nahmen das Dorf unter Beschuss. Erst wurde Hüffenhardt aus Richtung Wollenberg beschossen, am Abend rollten die Panzer.
Beim Beschuss des Dorfs starben die drei Personen
(Philipp Weber, Erich Hein, Gustav Mecke). Ein gemeinsamer
Grabstein erinnert auch 80 Jahre danach an die Männer, die wenige Wochen vor der Kapitulation Deutschlands ihr Leben verloren. 12 Häuser und Scheunen wurden durch Feuer zerstört.
Einen völligen Wandel brachte die Zuweisung von etwa 500 Heimatvertriebenen
(überwiegend aus Ungarn) aus den deutschen Ostgebieten, die in Hüffenhardt untergebracht
(Stichwort: Paprikaviertel) werden mussten. Es war eine gewaltige Anforderung die an die Gemeindebehörde und die Einwohnerschaft gestellt wurde. Sie wurde bewältigt und im Laufe der Jahre bildeten Alt- und Neubürger eine neue Ortsgemeinschaft, die auch ein neues Ortsgepräge mit sich brachte. Die Einwohnerzahl war bis zum 20.01.1948 auf 1.540 Personen gewachsen.
Die Heimatvertriebenen gehörten zum größten Teil dem katholischen Glauben an und deren Gottesdienste wurden daher von 1946 an bis 1956 in der evangelischen Kirche gehalten. Im Jahr 1956 konnte die katholische Kirche "Maria Königin"
(gegenüber dem Altersheim) eingeweiht werden.
Viele der Heimatvertriebenen haben beim Wiederaufbau von Heilbronn, Stuttgart und sonstigen Städten mitgewirkt, oftmals sind sie nur übers Wochenende zu Hause gewesen.
Quellen: Stephan Müller & Heilbronner Stimme
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